Norwegen und Nordkap


Mit der MSC Preziosa von Hamburg entlang der norwegischen Küste bis zum Nordkap – zwischen schneebedeckten Bergen, bunten Holzhäusern und sonnigen Frühlingstagen. Zum Abschluss bleiben wir noch eine Nacht in Hamburg.


7.–19. Mai 2025

Auf nach Norwegen


7. Mai 2025

In Hamburg beginnt unsere Kreuzfahrt

Endlich ging es los! Nachdem wir zum Bahnhof in Erkelenz gebracht worden waren, fuhren wir mit dem ICE nach Hamburg. Der Zug hatte rund 50 Minuten Verspätung, aber schließlich erreichten wir den Bus zum Schiff und konnten auf der MSC Preziosa einchecken. Unsere Kabine mit dem großen Balkon war für die nächsten Tage unser Zuhause. Jacken und Taschen ablegen, etwas essen und trinken und die Sicherheitsübung erledigen – dann konnte der Urlaub beginnen.

Nach und nach kamen auch die Koffer an und wurden ausgepackt. Zum Abendessen trafen wir unsere Freunde und die Kinder an einem gemeinsamen Tisch am Fenster. Anschließend erkundeten wir zusammen das Schiff. Beim Auslaufen genossen wir das Abendlicht über der Elbe und den Sonnenuntergang am Alten Land. Später besuchten wir noch die Show „Live from MSC Preziosa“ und ließen unseren ersten Abend mit einem alkoholfreien Cocktail ausklingen.

8. Mai 2025

Ein Seetag zum Ankommen

Unser erster ganzer Tag an Bord begann ganz gemütlich mit einem Frühstück im Golden Lobster. Hier wurden wir am Tisch bedient und konnten uns mit Eiern, Omelett, Brot und sogar Waffeln verwöhnen lassen. Danach suchten wir uns einen Platz am Innenpool und überlegten, was wir unternehmen wollten. Draußen war es windig und kalt – da war es drinnen deutlich angenehmer.

Bei einem Vortrag holten wir uns Anregungen für Ålesund und Honningsvåg. Zwischendurch trafen wir unsere Freunde, gingen zum Mittagessen und gönnten uns eine Ruhepause. Am Nachmittag lockten ein Cocktail in der Phoenix Plaza und Musik am Klavier. Für den Galaabend machten wir uns schick. Nach dem Abendessen wurden der Kapitän und die Offiziere vorgestellt, und die Akrobatikshow „Bizarre“ sorgte für Unterhaltung. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Snack am Buffet. Draußen blieb es erstaunlich lange hell.

Norwegens Küste entdecken


9. Mai 2025

Ålesund – Jugendstil und Aussicht vom Aksla

Am Morgen lag Ålesund vor uns. Schon vom Schiff aus gefielen uns die Häuser und die Berge dahinter. Für den Weg zum Aussichtspunkt Aksla entschieden wir uns für die kleine blaue Touristenbahn. Die 418 Stufen konnten wir uns so sparen und bekamen unterwegs gleich noch einiges über die Stadt erzählt. Oben wartete eine herrliche Aussicht auf die Inseln, die bunten Häuser und unser Schiff.

Zurück in der Stadt schlenderten wir durch die Straßen und am Wasser entlang. Die Jugendstilfassaden machten den Spaziergang besonders schön. Wir erfuhren auch vom großen Brand von 1904 und dem anschließenden Wiederaufbau. An der Apothekerstraße, bei der Kirche und zwischen den Geschäften gab es immer wieder etwas zu entdecken. Nach einer kurzen Mittagspause auf dem Schiff gingen wir noch einmal los, erkundeten einen weiteren Teil der Stadt und kamen auch am Rollo-Denkmal vorbei.

Gegen 17 Uhr waren wir zurück an Bord und verfolgten die Abfahrt vom Balkon. Beim Abendessen waren wir diesmal zu zweit, weil unsere Freunde später kamen. Ein Cocktail und die Show „Illusion“ rundeten unseren ersten Landtag ab.

10. Mai 2025

Seetag mit Blick auf die Lofoten

Heute konnten wir etwas länger schlafen. Nach dem Frühstück im Golden Lobster ließen wir es am Innenpool ruhig angehen. Zum Mittagessen waren wir zum Essen für die Gold-Mitglieder des Voyager Clubs eingeladen. So ein Seetag hatte seinen ganz eigenen Rhythmus: essen, schauen, ein wenig ausruhen und sich treiben lassen.

Mit warmen Jacken standen wir später auf dem Balkon und bewunderten die Landschaft der Lofoten. Schnee auf den Bergen, dazu Sonne und das Wasser – wir hätten lange weiterschauen können. Im Atrium kamen wir bei einem Cocktail mit einem deutschen Rentnerehepaar ins Gespräch. Nach dem Abendessen mit unseren Freunden folgte ein Auftritt des Geigers Christopher Watkins. Temperamentvoll und ziemlich laut! Zum Tagesabschluss ging es noch einmal auf unseren Balkon.

Bis zum Nordkap


11. Mai 2025

Honningsvåg und ein unvergesslicher Abend am Nordkap

Beim Frühstück und später auf dem Balkon rückte der hohe Norden immer näher. Schneebedeckte Küsten zogen an uns vorbei, und wir entdeckten sogar eine Walflosse. Nach dem Mittagessen mit unseren Freunden gingen wir in Honningsvåg an Land. Wir bummelten durch den kleinen Ort, sahen uns den Hafen und die weiße Holzkirche an und machten natürlich auch Fotos bei dem großen Troll. Hinter den bunten Häusern lagen noch verschneite Hänge.

Nach einer Pause an Bord und einem frühen Abendessen zogen wir die dicken Jacken an. Mit dem Bus ging es zum Nordkap. Die karge, stellenweise noch schneebedeckte Landschaft war beeindruckend. Am Ziel empfing uns ein eisiger Wind; bei der berühmten Weltkugel musste man wirklich auf seine Mütze aufpassen.

Wir sahen uns die Ausstellungen, den Film und die unterirdischen Bereiche der Nordkaphalle an. Draußen wartete dann das Bild, auf das wir gehofft hatten: die tief stehende Sonne hinter dem Globus. Dieses späte Abendlicht, die Weite und die besondere Stimmung werden uns lange in Erinnerung bleiben. Zurück auf dem Schiff gab es noch einen kleinen Snack. Erst gegen 23.45 Uhr war dieser aufregende Tag zu Ende.

12. Mai 2025

Tromsø – Eismeerkathedrale und Holzhäuser

Nach dem späten Nordkap-Ausflug begann der Tag wieder mit viel Landschaft. Wir frühstückten am Buffet, genossen die Aussicht und besprachen mit unseren Freunden die weiteren Pläne. Gegen 13 Uhr erreichten wir Tromsø. Bei unserem Versuch, den öffentlichen Bus zu nutzen, wollte die App nicht so recht mitspielen. Gemeinsam mit einem älteren Ehepaar nahmen wir schließlich ein Taxi zur Eismeerkathedrale.

Der markante Bau war schon von außen eindrucksvoll. Im Inneren gefielen uns besonders das große Glasfenster und die Orgel. Später trennten sich unsere Wege von denen des anderen Paares, und wir erkundeten Tromsø auf eigene Faust. Zwischen den bunten Holzhäusern und Geschäften gingen wir gemütlich durch die Stadt. Der hölzerne Dom war leider geschlossen, dafür gab es draußen genug zu sehen – und immer wieder die schneebedeckten Berge im Hintergrund.

Zurück auf dem Schiff war es schon fast Zeit zum Abendessen. Danach folgten ein Cocktail in der Safari Bar, das Showprogramm und noch einmal der Geiger Christopher Watkins. Erst gegen 23.30 Uhr zogen wir uns zurück.

Wieder südwärts


13. Mai 2025

Ein unruhiger Seetag

In der Nacht war das Meer deutlich unruhiger geworden. Nach dem Frühstück am Buffet hörten wir uns den Vortrag über Molde und Bergen an. Im Atrium gab es Gelegenheit für Fotos mit den Offizieren, und auch den Kapitän und den Kreuzfahrtdirektor bekamen wir zu sehen.

Nach einem kleinen Mittagessen zogen wir uns auf die Kabine zurück. Der starke Seegang machte uns zu schaffen, und Ruhe tat jetzt am besten. Am späten Nachmittag stand noch ein Empfang des Voyager Clubs mit Sekt und Musik an. Für das festliche Abendessen machten wir uns zwar noch einmal fertig, aber nach Meeresfrüchtecocktail, Ente und After-Eight-Kuchen war für uns Schluss. Schon gegen 19.30 Uhr lagen wir im Bett und hofften auf ruhigeres Wasser.

14. Mai 2025

Trondheim – Dom, Festung und bunte Speicher

Die Einfahrt in den Trondheimfjord brachte endlich wieder Ruhe ins Schiff. Auf beiden Seiten lagen Berge, und nach der unruhigen See war dieser Morgen besonders angenehm. Wir frühstückten früh und gingen gegen 8.30 Uhr an Land. Unser erstes großes Ziel war der Nidarosdom. Die reich geschmückte Fassade, die Glasfenster und die beiden Orgeln im Inneren beeindruckten uns sehr.

Danach führte uns der Weg über das Universitätsgelände hinauf zur Festung Kristiansten. Der Aufstieg wurde mit einem weiten Blick über Trondheim belohnt. Anschließend erkundeten wir die Altstadt und die alte Brücke mit ihren roten Torbögen. Die bunten Speicherhäuser am Nidelva gehörten für uns zu den schönsten Motiven des Tages. Auch der Marktplatz mit der hohen Säule durfte nicht fehlen. Trotz Sonnenschein war der Wind kalt.

Zurück an Bord stärkten wir uns mit einem Snack am Buffet. Später genossen wir einen Cocktail in der Safari Bar, das Abendessen und die Abfahrt. Die Show „Rock“ und ein Treffen mit unseren Freunden am Buffet beendeten den Tag.

15. Mai 2025

Molde und die Atlantikstraße

Schon gegen 7 Uhr erreichten wir Molde. Nach dem Frühstück gingen wir an Land und liefen am Stadion und dem auffälligen, segelförmigen Hotel vorbei in Richtung Zentrum. Am Dom und auf dem Platz davor gab es einiges zu sehen, bevor unser Ausflug begann. Wir hatten eine Tour zur Atlantikstraße gebucht und waren mit einer kleinen Gruppe im Minibus unterwegs.

Die Fahrt führte durch eine wunderschöne Küstenlandschaft. Besonders gespannt waren wir auf die geschwungene Storseisundbrücke. Vor Ort konnten wir aussteigen, ein Stück spazieren gehen und die Brücke aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Zwischen Felsen, kleinen Inseln und offenem Wasser wehte ein kräftiger Wind. Natürlich entstanden hier auch einige gemeinsame Erinnerungsfotos.

Auf dem Rückweg genossen wir die Fjordlandschaft. Wieder bei Molde sahen wir uns die alten Holzhäuser im Freilichtmuseum an und freuten uns über die Aussicht auf die vielen Berggipfel. Gegen 14 Uhr waren wir zurück auf dem Schiff. Nach einem Snack und einer Pause schauten wir vom Balkon beim Auslaufen zu. Ein Cocktail und die Show rund um Elvis in Las Vegas machten den Tag komplett.


I16. Mai 2025

Bergen – Fløyen, Trollwald und Bryggen

Schon die Anfahrt nach Bergen war sehenswert. Wir beobachteten die Häuser an den Hängen und die Brücken vom Schiff aus. Nach einem frühen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Fløibanen. Mit der Standseilbahn fuhren wir hinauf auf den Fløyen. Oben lag Bergen bei strahlendem Sonnenschein vor uns: die Stadt, der Hafen, die Inseln und mittendrin unsere MSC Preziosa.

Wir blieben nicht nur an der Aussichtsterrasse, sondern gingen auch ein Stück durch den Wald. Am See, beim Spielplatz und zwischen den geschnitzten Figuren im Trollwald gab es viel zu entdecken. Zwischendurch ließen wir uns auf einer Bank die Sonne ins Gesicht scheinen.

Zurück in der Stadt erkundeten wir Bryggen. Hinter den bekannten bunten Giebeln führten schmale Holzgassen zwischen den alten Häusern hindurch. Treppen, überhängende Stockwerke und kleine Höfe machten diesen Spaziergang besonders schön. Weiter ging es zur Festung Bergenhus mit der Håkonshalle. In den Anlagen blühte der Flieder in verschiedenen Farben.

Auch den Fischmarkt, den Dom von außen, den See mit seiner Fontäne und die Parks schauten wir uns an. Am Musikpavillon und vor dem Theater blühten die Beete prächtig. Bei ungefähr 24 Grad konnten wir die meiste Zeit im T-Shirt laufen – ein herrlicher Kontrast zu den kalten Tagen im Norden!

Nach so vielen Schritten freuten wir uns auf ein kühles Getränk an Bord. Wir genossen das Abendessen und beobachteten die Abfahrt vom Balkon. Zum Abschluss dieses sonnigen Tages trafen wir unsere Freunde bei der ABBA-Show und später noch zu einem kleinen Snack.

Abschied und Hamburg


17. Mai 2025

Der letzte Tag auf See

Unser letzter Seetag begann noch einmal gemütlich. Wir schliefen etwas länger und frühstückten am Buffet. Dann ließ sich das Packen nicht mehr aufschieben: Die großen Koffer mussten für die Abreise vorbereitet werden. Dazwischen blieb Zeit für einen Cocktail im Atrium, ein Mittagessen und einen Aufenthalt auf dem Balkon. Die Sonne schien, aber der Wind war kühl.

Beim Abendessen gab es unter anderem Gambas. Danach nahmen wir noch einmal in der Safari Bar Platz und genossen einen Cocktail. Die Show „Circus“ gefiel uns sehr, und anschließend zeigte auch die Crew bei ihrer Talentshow, was in ihr steckte. Bevor wir schlafen gingen, stellten wir die Koffer vor die Kabine. Nun war die Kreuzfahrt wirklich fast vorbei.

18. Mai 2025

Von der MSC Preziosa ins Miniatur Wunderland

Um 6.45 Uhr klingelte der Wecker. Wir kontrollierten noch einmal die Schränke und Schubladen, packten die letzten Sachen zusammen und gingen frühstücken. Gegen 10 Uhr verließen wir die MSC Preziosa. Mit dem Shuttle fuhren wir zum Hamburger Hauptbahnhof und brachten unser Gepäck ins IntercityHotel. Für uns war die Reise noch nicht ganz zu Ende: Eine Nacht Hamburg hatten wir uns noch gegönnt.

Danach ging es in die Speicherstadt zum Miniatur Wunderland. Die vielen kleinen Szenen und liebevoll gestalteten Landschaften waren wunderschön. Wir konnten uns kaum sattsehen, auch wenn es recht voll war. Auf unseren Fotos landeten unter anderem der Petersplatz und Venedig im Kleinformat.

Anschließend waren wir noch in Hamburg unterwegs. Wir schauten beim Michel vorbei und fotografierten auch das Rathaus. Nach dem langen Tag waren wir ordentlich müde und freuten uns auf eine Pause im Hotel. Mit einem Abendessen ließen wir den letzten richtigen Urlaubstag ausklingen.

19. Mai 2025

Noch ein Blick auf Hamburg – und dann nach Hause

Vor der Heimreise blieb noch Zeit für ein paar letzte Eindrücke von Hamburg. An der Binnenalster lagen die weißen Ausflugsschiffe, und auch der prächtige Rathausturm kam noch einmal vor die Kamera. Dann hieß es endgültig Abschied nehmen und nach Hause fahren.

Hinter uns lagen viele ganz unterschiedliche Urlaubstage: Jugendstil in Ålesund, schneebedeckte Berge im hohen Norden, der Abend an der Weltkugel am Nordkap, bunte Speicher in Trondheim, die Atlantikstraße und das sommerliche Bergen. Dazu kamen gemütliche Stunden auf unserem Balkon, gute Essen, gemeinsame Abende mit unseren Freunden und den Kindern und viele Shows an Bord. Eine Reise, an die wir uns gern erinnern werden.