Japan und Südkorea zur Kirschblüte


Zwischen Tempeln, Großstadtlichtern und blühenden Gärten – mit der MSC Bellissima unterwegs und
zum Abschluss ein unvergesslicher Tag am Fuji.

30. März–16. April 2025


Anreise und Tokio


30.–31. März 2025

Über Peking nach Japan

Mit dem Auto fuhren wir nach Brüssel, stellten es dort ab und gaben unser Gepäck auf. Unser Flug nach Peking verlief angenehm. Dort hieß es am frühen Morgen erst einmal warten: Die Kontrollen und der Umstieg zogen sich hin. Gegen halb acht ging es weiter nach Tokio, wo wir um die Mittagszeit ankamen.

In Japan waren Einreise und Gepäckausgabe schnell erledigt. Wir besorgten uns Yen und Zugtickets und fuhren zum Hotel Double Funabashi. Da unser Zimmer noch nicht bereit war, nutzten wir die Zeit für erste Einkäufe. Später ging es mit dem Bus zum Einkaufszentrum LaLaport, wo wir auch zu Abend aßen. Nach der langen Anreise waren wir froh, endlich im Hotel anzukommen.


1. April 2025

Tokio im Regen

Unser erster voller Tag in Tokio war ausgesprochen nass. Trotzdem fuhren wir zum Ueno-Park und spazierten zwischen Tempeln und blühenden Kirschbäumen hindurch. Die Kirschblüte ließ sich auch vom Regen nicht die Wirkung nehmen.

Im Nationalmuseum konnten wir uns aufwärmen und japanische Kunst und Handwerk betrachten: Samurai-Rüstungen, Kimonos, Schwerter und kunstvoll bemalte Stellschirme. Anschließend erkundeten wir Asakusa mit dem Sensō-ji, seiner Pagode und den Souvenirstraßen. Unter den überdachten Passagen gab es viel zu sehen. Nach einer kleinen Stärkung kehrten wir ziemlich durchnässt zum Hotel zurück.


Mit der MSC Bellissima


2. April 2025

Unser schwimmendes Zuhause

Nach dem Frühstück packten wir und machten uns mit der Bahn auf den Weg zum Tokyo International Cruise Terminal. Mit zwei Umstiegen dauerte die Fahrt rund anderthalb Stunden. Die Einschiffung ging erfreulich schnell. Da unsere Kabine noch nicht fertig war, gaben wir zunächst Jacken und Handgepäck ab und stärkten uns am Buffet.

Dann erkundeten wir die MSC Bellissima. Was für ein riesiges Schiff! Die Einkaufspassage, die glitzernden Treppen und die vielen Decks wollten erst einmal entdeckt werden. Ein Teil des Gepäcks war vor dem Abendessen bereits angekommen. Im Restaurant bekamen wir einen Fensterplatz und wurden von zwei netten Kellnern versorgt. Später besuchten wir die Show „Divas“, bevor wir den zweiten Koffer auspackten. Auch Tokios beleuchtete Skyline wurde noch zum Fotomotiv. Gegen 22 Uhr waren wir endgültig müde.


Osaka


3. April 2025

Von einer stürmischen Nacht ins bunte Osaka

Die erste Nacht auf See war stürmisch und unruhig. Wir schliefen länger und ließen den Tag entspannt angehen. Am Innenpool fanden wir einen gemütlichen Platz, bummelten durch die Einkaufspassage und hielten ein Schläfchen – die Zeitumstellung machte sich noch bemerkbar.

Gegen 18 Uhr legten wir in Osaka an. Am Abend machten wir uns auf den Weg nach Dōtonbori und schlossen uns unterwegs einer Gruppe Italiener an. Zwischen Leuchtreklamen, bunten Fassaden und dem Trubel am Kanal gab es ununterbrochen etwas zu entdecken. Laut, farbenfroh und sehr interessant! Erst gegen 23:35 Uhr waren wir wieder an Bord. Zum Glück blieb das Schiff bis zum nächsten Abend.


4. April 2025

Tempel und Burg zwischen Kirschblüten

Nach dem Frühstück im Bedienrestaurant kauften wir ein Tagesticket für die Metro. Unser erstes Ziel war der buddhistische Tempel Shitennō-ji. Zwischen den Hallen, der Pagode und den Teichen standen die weißen Kirschbäume in Blüte. Immer wieder blieben wir für ein Foto stehen.

Weiter ging es zur Burg Osaka. Schon die Gräben, die mächtigen Steinmauern und die Wachtürme beeindruckten uns. Dazu kamen überall die blühenden Bäume. Die Burg und die Kirschblüten waren eine wunderbare Kombination – und natürlich durfte auch ein gemeinsames Erinnerungsfoto nicht fehlen.


4. April 2025

Hoch hinaus und zurück an Bord

Am Umeda Sky Building begegnete uns das moderne Osaka mit seinen hohen Gebäuden und der Verbindung zwischen den Türmen. Anschließend zog es uns in die Hafengegend beim Aquarium und den Geschäften.

HJ freute sich besonders über die Fahrt mit dem großen Riesenrad. Aus der gelben Gondel schauten wir auf Hafen, Brücken und die weit ausgedehnte Stadt. Danach wurde es Zeit, zurück zum Schiff zu fahren: Als nächstes stand Südkorea auf unserer Route. Am Abend schmeckte uns das asiatisch geprägte Essen sehr gut. Ein Tenor im Theater und ein später Snack – Pizza für HJ, Frühlingsrollen für Daniela – rundeten den Tag ab.


Südkorea und Seetage


5. April 2025

Ein Tag zum Genießen

Auf See frühstückten wir im Lighthouse-Restaurant und suchten uns anschließend einen gemütlichen Platz am Innenpool. Zwischen Lesen, Ausruhen und einem Mittagsschläfchen verging die Zeit angenehm.

Am Abend wurden der Kapitän und Mitglieder der Besatzung vorgestellt. Wir machten uns schick und ließen uns an Bord fotografieren. Später brachte eine Rockshow Schwung ins Theater. Ein kleiner Abstecher zum Buffet gehörte für uns auch noch dazu.

6. April 2025

Ein Ausflug auf Jeju

In Gangjeong auf der südkoreanischen Insel Jeju nahmen wir an unserem einzigen geführten Landausflug dieser Reise teil. Die Einreise dauerte, sodass wir mit etwa 45 Minuten Verspätung starteten.

Wir besuchten eine aufwendig geschmückte Tempelanlage. Im oberen Stockwerk sahen wir den goldenen Buddha und viele kunstvolle Details. Bunte Laternen schmückten die Räume. Draußen warteten Gartenanlagen, Steinfiguren und noch einmal Kirschblüten auf uns. Es gab viel zu schauen und zu fotografieren.


6. April 2025

An Jejus Küste

Unser Ausflug führte uns weiter in die Küstenlandschaft mit einer auffälligen Fußgängerbrücke, Felsen und blauem Meer. Auch ein Wasserfall gehörte zum Programm. Die Form der Brücke erinnerte uns an das bekannte Hotel in Dubai.

Auf dem Fisch- und Meeresfrüchtemarkt bekamen wir weitere Eindrücke vom Inselleben. Später waren wir zurück auf dem Schiff. Der Sonnenuntergang über dem Wasser war ein schöner Abschluss des Landgangs. Am Abend standen eine Disco-Show und ein später Besuch am Buffet auf unserem Programm.


7. April 2025

Zeit für das Bordprogramm

Heute waren wir wieder auf See. Beim Treffen des Voyager Clubs und einer artistischen Darbietung gab es Unterhaltung, danach gönnten wir uns eine Pause.

Am Abend besuchten wir die Hollywood-Show. Bunte Kostüme, Musik und das große Bühnenbild sorgten für einen lebhaften Ausklang des Tages.


Kanazawa


8. April 2025

Kirschblüten, Gartenkunst und alte Teehäuser

Die erneute Einreise nach Japan begann mit einer langen, ziemlich chaotischen Wartezeit. Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Kenrokuen-Garten. Zwischen Teichen, alten Bäumen, Steinlaternen und Kirschblüten konnten wir endlich in Ruhe spazieren.

Wir entdeckten eine Fontäne, kleine Wasserläufe, ein Teehaus und einen Schrein mit roten Toren. Auch die Burg Kanazawa gehörte zu unserem Rundgang. Besonders die dicht blühenden weißen Kirschbäume rund um die historischen Gebäude machten diesen Tag zu etwas Besonderem.

Im Viertel Higashi Chaya spazierten wir durch Gassen mit alten hölzernen Teehäusern. Die erhofften Geishas bekamen wir dabei nicht zu sehen, aber das Viertel hatte auch so seinen Reiz.

Als es regnete, nahmen wir ein Taxi zurück zum Schiff.

Akita


9. April 2025

Parks, Schreine und ein großer Akita-Hund

Mit dem Shuttle fuhren wir ins Zentrum von Akita. Im Senshū-Park erkundeten wir die Wege, besuchten Schreine und sahen uns die historischen Gebäude an. Von oben reichte unser Blick bis zu schneebedeckten Bergen.

Nach dem Spaziergang blieb Zeit zum Bummeln und für ein Softeis. Am Bahnhof entdeckten wir den riesigen Akita-Hund und die auffälligen Maskenfiguren – schöne Motive für weitere Erinnerungsfotos. Zurück an Bord besuchten wir am Abend die Zaubershow und später noch das Buffet.


Hakodate


10. April 2025

Mit der Seilbahn über die Stadt

Ein Shuttle brachte uns vom Containerhafen zum Kreuzfahrtterminal. Am Morgenmarkt sahen wir riesige Königskrabben, Fisch und allerlei Meeresfrüchte. Danach gingen wir zur Seilbahn auf den Berg Hakodate.

Oben lag die Stadt wie ein schmales Band zwischen den beiden Meeresbuchten vor uns. In der Ferne standen schneebedeckte Berge. Trotz des grauen Himmels war der Blick eindrucksvoll. Wir hielten ihn mit mehreren Fotos fest, bevor wir wieder hinunterfuhren.


10. April 2025

Kirchen und historische Häuser in Motomachi

Im Viertel Motomachi lagen ganz unterschiedliche Gotteshäuser auf unserem Weg: christliche Kirchen und buddhistische Tempel. Die russisch-orthodoxe Kirche mit den grünen Dächern fiel besonders auf.

Wir besichtigten auch das alte Soma-Haus. Seine Geschichte und die Erinnerung an die Hilfe des Besitzers nach dem großen Brand von 1907 fanden wir interessant. Innen wechselten sich japanische Räume mit westlich eingerichteten Zimmern ab. Vom Garten blickten wir über die Stadt. Weitere historische Verwaltungsgebäude und die alte öffentliche Halle gehörten ebenfalls zu unserem Rundgang.


10. April 2025

Zurück zum Hafen

Bei den alten roten Backstein-Lagerhäusern bummelten wir durch die Geschäfte. Auch die bunt gestaltete Fassade von Lucky Pierrot blieb auf unseren Fotos festgehalten. Mit dem Shuttle ging es zurück zum Schiff.

Am italienischen Abend tanzten die Kellner, und bei einem Cocktail unterhielten wir uns mit einem älteren australischen Paar. Später folgten das Theaterprogramm und noch etwas Obst am Buffet. Zwischen Stadtbesichtigung und Bordleben war wieder ein abwechslungsreicher Tag vergangen.


Abschied vom Schiff


11. April 2025

Unser letzter Seetag

Schon am Vormittag packten wir die Koffer. Nach dem Mittagessen genossen wir noch einmal die Zeit auf dem Balkon und ließen die vergangenen Tage nachklingen.

Zum Gala-Abend machten wir uns schick. Beim Essen gab es unter anderem Ente und Hummer, und die glitzernde Treppe wurde noch einmal zur Kulisse für gemeinsame Fotos. Die Abschiedsshow vereinte die Künstler auf der Bühne. Ein Cocktail und ein Eis vom restlichen Bordguthaben beschlossen unseren letzten Abend auf der MSC Bellissima.


Noch einmal Tokio


12. April 2025

Meiji-Schrein und Shibuya

Gegen halb zehn verließen wir das Schiff. Mit Shuttle und Bahn fuhren wir nach Shinjuku und ließen unser Gepäck am Hotel Shinjuku Tei. Danach ging es gleich wieder los.

Am Meiji-Schrein konnten wir gleich drei Hochzeitsgesellschaften beobachten. Die feierlichen Gewänder und die Prozessionen waren ein besonderer Anblick. Auf dem Weg sahen wir auch die vielen dekorierten Sake-Fässer. Anschließend erlebten wir Shibuya mit seiner berühmten Kreuzung: Menschen strömten aus allen Richtungen über die breiten Zebrastreifen. Von oben ließ sich dieses Gewimmel besonders gut betrachten.


12. April 2025

Ein ruhiger Garten mitten in der Großstadt

Mit der Bahn fuhren wir weiter zu den Gärten am Kaiserpalast. Teiche, sorgfältig geformte Bäume, Blumen und die alten Mauern schufen einen ruhigen Gegenpol zum Trubel von Shibuya. Die Spiegelungen im Wasser und die vielen kleinen Details hielten uns immer wieder auf.

Zurück in Shinjuku suchten wir noch das „LOVE“-Zeichen, unseren Treffpunkt für den Fuji-Ausflug. Nach diesem langen Tag waren wir froh, später im Hotel die Füße ausruhen zu können.


13. April 2025

Asakusa ein zweites Mal

Am Vormittag besuchten wir noch einmal die Ostgärten des Kaiserpalastes. Später fuhren wir bei leichtem Regen nach Asakusa und entdeckten Ecken, die wir beim ersten Besuch noch nicht gesehen hatten. Tempel, Pagode, kleine Gartenanlagen und der Skytree, dessen Spitze in den Wolken verschwand, boten immer neue Ansichten.

Wir kauften einige japanische Kochmesser als Mitbringsel; auch für uns selbst fanden wir ein Messer. Dabei konnten wir den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. In den überdachten Einkaufsstraßen suchten wir weitere Mitbringsel aus.


13. April 2025

Ein unerfreulicher Abend

Nach einer Pause im Hotel gingen wir noch einmal durch die belebten Straßen und aßen Udon. Beim Verlassen des Restaurants bemerkte HJ, dass sein Portemonnaie gestohlen worden war.

Nun mussten wir Bankkarten sperren lassen und zur Polizei. Der Beamte war hilfsbereit, aber die Anzeige dauerte etwa zweieinhalb Stunden. Erst gegen 23:15 Uhr konnten wir gehen. Es wurde eine sehr kurze Nacht, denn am nächsten Morgen wartete unser Ausflug zum Fuji.


Ein Tag am Fuji


14. April 2025

Schnee, Sonne und Kirschblüten

Nach nur wenigen Stunden Schlaf trafen wir uns am „LOVE“-Zeichen mit unserer Ausflugsgruppe. Etwa zwei Stunden dauerte die Busfahrt. Dann stand der Fuji mit seiner weißen Schneekappe vor blauem Himmel vor uns – was für ein Anblick!

An der Chureitō-Pagode blühten die Kirschbäume. Die rote Pagode, die Blüten und der Berg waren genau die Motive, auf die wir gehofft hatten. Wolken zogen immer wieder um den Gipfel und veränderten den Blick. Für uns war dieser Ausflug einer der Höhepunkte der Reise.


14. April 2025

Am See und im Musikmuseum

Am See spazierten wir zwischen blühenden Kirschbäumen. Von einer geschwungenen Holzbrücke und vom Ufer gab es weitere schöne Ausblicke auf den Fuji. Natürlich ließen wir uns auch gemeinsam vor dieser Kulisse fotografieren.

Im Kawaguchiko Music Forest Museum begegnete uns eine ganz andere Welt: europäisch anmutende Gebäude, Gartenanlagen und Musik. Zwischen den einzelnen Stationen unseres Ausflugs blieb Zeit, die Landschaft rund um den Berg zu genießen.


14. April 2025

Alte Häuser vor großer Kulisse

Zum Abschluss besuchten wir ein traditionelles Dorf mit reetgedeckten Häusern und Handwerk. Zwischen den Gebäuden, kleinen Wegen und einem Wasserlauf konnten wir noch einmal gemütlich bummeln. Hinter den Dächern zeigte sich der Fuji nun wieder klar.

Nach etwa zwei Stunden Rückfahrt waren wir pünktlich wieder in Tokio. Zum Abendessen ging es zu McDonald’s, danach freuten wir uns vor allem auf Ruhe. Trotz der kurzen Nacht war es ein fantastischer letzter Ausflug in Japan gewesen.


15.–16. April 2025

Mit vielen Erinnerungen nach Hause

Wir packten, checkten aus und fuhren mit dem Zug zum Flughafen Narita. Dort gönnten wir uns noch ein Eis. Zwar saßen wir rechtzeitig im Flugzeug, doch der Start verzögerte sich wegen des Wetters um etwa zwei Stunden. Der Flug nach Peking verlief anschließend ruhig.

Beim langen Zwischenstopp stärkten wir uns mit einem Sandwich und warteten auf den Weiterflug nach Europa. Nach dem späten Einsteigen konnten wir ein wenig schlafen. Am Morgen waren Einreise und Gepäckausgabe schnell erledigt, und wir machten uns auf den Heimweg.

Zu Hause warteten neben dem Auspacken leider auch die Ersatzbeschaffung der gestohlenen Dokumente und Karten. Geblieben sind aber vor allem die schönen Erinnerungen: Japans Kirschblüte, der schneebedeckte Fuji, unsere Landgänge und die gemeinsamen Tage auf der MSC Bellissima.