Alaska mit der Queen Elizabeth


Von Seattle zu Gletschern, kleinen Hafenorten und überraschenden Tierbegegnungen. Zehn Nächte an Bord – erzählt aus unseren eigenen Tagesberichten.


Unterwegs mit Daniela & Hermann Josef · September 2026


6. September 2026

Seattle – endlich angekommen

Früh aufstehen, mit dem Zug nach Frankfurt und dann über den Atlantik: Unsere Reise begann mit einem langen Anreisetag. In Seattle ging es nach der Einreise mit dem Taxi zum Hotel. Viel Zeit zum Ausruhen gönnten wir uns allerdings nicht. Pike Place Market, die Waterfront, Pioneer Square und Chinatown wollten schließlich entdeckt werden. Die Beine waren müde, die Augen neugierig – und der Jetlag meldete sich auch schon an.


7. September 2026

Willkommen auf der Queen Elizabeth

Nach dem Frühstück brachten wir unser Gepäck zum Pier 66. Bis zum Einschiffen blieb noch Zeit für Seattle: Space Needle, Monorail und Olympic Sculpture Park gehörten zu unserer Runde. Danach wechselten wir vom Stadtspaziergang ins Schiffsleben. Die Queen Elizabeth empfing uns mit einer eleganten Atmosphäre; Klavier- und Saxophonmusik passten wunderbar dazu. Vom Pooldeck aus gab es noch einen letzten Blick auf Seattle. Jetzt konnte unser Alaska-Abenteuer beginnen.


8. September 2026

Ein Seetag mit überraschenden Gästen

Unser erster voller Tag an Bord war angenehm ruhig. In der Garden Lounge ließen wir die Landschaft an uns vorbeiziehen. Und dann waren da plötzlich Wale! Sowohl am Vormittag als auch später konnten wir sie beobachten. Dazwischen erkundeten wir das Schiff und genossen es, einfach Zeit zu haben. Am Abend standen Musik und eine Show auf dem Programm. So darf eine Reise starten: entspannt, aber mit kleinen Überraschungen.


9. September 2026

Wrangell – unser erster Alaska-Landgang

Durch die Inside Passage erreichten wir Wrangell. Es blieb trocken, und bei etwa 15 Grad ließ sich der Ort gut zu Fuß erkunden. Wir schauten uns die Felszeichnungen an, bummelten durch die Geschäfte und entdeckten Holzarbeiten und das Museum. Für uns war das ein angenehm unaufgeregter Auftakt: Zeit zum Schauen, ohne ständig auf die Uhr zu sehen. Zurück am Wasser wartete unsere Queen Elizabeth schon auf uns.


10. September 2026

Juneau und der Mendenhall-Gletscher

In Juneau ging es mit dem Bus zum Mendenhall-Gletscher. Bei Sonnenschein spazierten wir am See entlang, schauten im Besucherzentrum vorbei und genossen den Blick auf Eis, Wasser und Berge. Rund zwei Stunden verbrachten wir dort – und hätten gut noch länger bleiben können. Zurück in Juneau gehörten der Red Dog Saloon und ein kleiner Souvenirbummel dazu. Am Nachmittag wartete an Bord der Afternoon Tea; abends sorgte Akrobatik für Unterhaltung. Ein schöner Wechsel zwischen Natur, Stadt und Schiffsleben.


11. September 2026

Skagway – zwischen Goldrausch und Bergen

Schon die Anfahrt durch den Fjord war sehenswert. In Skagway empfingen uns Sonne und angenehm milde Temperaturen. Alte Häuser, die markante Fassade der Arctic Brotherhood und die Eisenbahn erinnerten an die Goldrauschzeit. Wir erkundeten den Ort zu Fuß und ließen uns Zeit für die kleinen Details. Nach dem Abendprogramm an Bord gingen wir noch ans Heck des Schiffes. Unter einem klaren Sternenhimmel konnten wir tatsächlich Polarlichter sehen. Dieser Moment bleibt uns besonders in Erinnerung.


12. September 2026

Hubbard-Gletscher – erst Nebel, dann großes Staunen

Am Morgen fuhren wir zunächst durch eine richtige Nebelsuppe. Das Nebelhorn erklang über dem Wasser, und wir fragten uns schon, wie viel vom Gletscher wohl zu sehen sein würde. Doch kurz vor unserem Ziel klarte es auf. Plötzlich lagen der Hubbard-Gletscher und die umliegenden Berge im Sonnenschein vor uns. Rund zwei Stunden kreuzten wir vor dieser gewaltigen Kulisse. Treibende Eisstücke, das helle Blau und die Größe des Gletschers: Auf Fotos lässt sich dieser Eindruck nur teilweise festhalten.



13. September 2026

Sitka – Adler und eine Lachsautobahn

Schon beim Frühstück sahen wir die vielen kleinen Inseln rund um Sitka. Nach dem Anlegen spazierten wir zum Pioneer Home und zur Marina. Dort beobachteten wir Weißkopfseeadler beim Lachsfischen – ein Erlebnis ganz ohne gebuchten Ausflug. Weiter ging es zum Sitka National Historical Park. Der Weg mit den Totempfählen führte durch den Wald und am Fluss entlang. Im Wasser drängten sich so viele Lachse, dass wir von einer Lachsautobahn mit Stau sprechen mussten. Natur und Kultur lagen hier direkt nebeneinander.


14. September 2026

Ketchikan – Holzhäuser über dem Wasser

Unser letzter Alaska-Hafen war Ketchikan. Wir hatten erneut Glück: Es blieb trocken. In den Bächen kämpften sich die Lachse durch die Stromschnellen, während Seehunde mitten zwischen den Fischen auftauchten. Wir hätten diesem Schauspiel lange zusehen können. Anschließend erkundeten wir die Creek Street mit ihren bunten Holzhäusern auf Pfählen. Totempfähle und Denkmäler begleiteten unseren Bummel durch den Ort. Ein schöner Abschluss unserer Alaska-Landgänge.


15. September 2026

Durch die Inside Passage Richtung Süden

Nach den vielen Landgängen tat ein ruhiger Seetag gut. Wir genossen die vorbeiziehende Landschaft, ließen die Seele baumeln und entdeckten noch ein paar Winkel des Schiffes. Natürlich durfte auch etwas Süßes nicht fehlen. Am Abend erlebten wir ein Musikprogramm mit zwölf Sängern und Live-Orchester. Die Mischung aus Natur draußen und Unterhaltung drinnen machte diesen Tag für uns besonders angenehm.


16. September 2026

Victoria – Orcas mitten in der Bucht

Zum letzten Landgang unserer Kreuzfahrt zeigte sich Victoria mit bestem T-Shirt-Wetter. Wir liefen an der Hafenpromenade entlang, am Parlamentsgebäude und am Empress Hotel vorbei bis auf die andere Seite der Bucht. Dann kam die Überraschung: Eine Gruppe Orcas tauchte im Hafen auf! Wir beobachteten sie beim Auf- und Abtauchen und sahen sie etwa 45 Minuten später sogar ein zweites Mal. Außerdem entdeckten wir ein mexikanisches Segelschulschiff wieder, das uns schon auf Gran Canaria begegnet war. Ein wunderbarer Abschiedstag – am nächsten Morgen sollten wir in Seattle vom Schiff gehen.


Vom Meer auf die Straße


In Seattle verabschiedeten wir uns von der Queen Elizabeth. Doch unsere Reise ging weiter: Mit dem Mietwagen erkundeten wir Vancouver Island, die Pazifikküste und die Bergwelt im Nordwesten der USA.


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