Unser Roadtrip durch Kanada & den Nordwesten der USA
Vancouver Island, die Pazifikküste und die Berge der Kaskaden: Nach der Kreuzfahrt ging unser Abenteuer auf vier Rädern weiter.
Unterwegs mit Daniela & Hermann Josef · 17. September bis 2. Oktober 2026

17. September 2026
Vom Schiff in den Mietwagen
In Seattle hieß es Abschied nehmen von der Queen Elizabeth. Gegen neun Uhr waren wir von Bord, wenig später übernahmen wir unseren Mietwagen. Unser nächstes Ziel lag in Kanada. Nach der Grenze und einem Einkaufsstopp ging es weiter nach Vancouver. Im Stanley Park spazierten wir an den Totempfählen vorbei und genossen die Aussicht auf die Stadt. Nach zehn Nächten auf dem Schiff begann nun ein anderer Reiseteil: Wir bestimmten wieder selbst, wann wir anhielten und wohin es als Nächstes ging.

18. September 2026
Sea to Sky – Wasserfall und Whistler
Von Abbotsford aus fuhren wir über die Sea-to-Sky-Route nach Squamish und zu den Shannon Falls. Danach ging es nach Whistler. Zwischen Bikepark, Ortsbummel und Olympischen Ringen blieb auch Zeit für ein Eis. Sonne und rund 22 Grad machten den Tag besonders angenehm. Auf der Rückfahrt genossen wir die Landschaft und das Abendlicht an der Bucht. Nur unser Hotel hatte eine unerwartete Zugabe: Unter uns lag eine Disco. Die Ohrstöpsel waren plötzlich sehr willkommen.


19. September 2026
Mit einem Umweg auf Vancouver Island
Die Musik im Hotel begleitete uns bis in die Nacht. Morgens machten wir uns zur Fähre auf – doch in Horseshoe Bay war unsere Verbindung ausgebucht. Also Planänderung: weiter nach Tsawwassen. Dort hatten wir Glück und kamen noch mit. Gegen Mittag erreichten wir Vancouver Island. In Comox schauten wir uns die Marina an und beobachteten eine Regatta. Am Abend übernachteten wir in Nanaimo. Manchmal gehört ein Umweg einfach zur Reisegeschichte dazu.

20. September 2026
Springende Lachse und die Küste bei Ucluelet
Am Stamp River erlebten wir die Lachswanderung aus nächster Nähe. Immer wieder sprangen Fische aus dem Wasser – gar nicht so einfach, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken! Anschließend fuhren wir nach Ucluelet. Am Leuchtturm und auf dem Küstenweg wechselten sich Wald, Felsen und Meer ab. Sonne, ruhiges Wetter und viele Aussichtspunkte machten den Spaziergang zu einem unserer Lieblingsmomente auf der Insel. Zurück in Port Alberni gab es noch weitere Tierbeobachtungen.

21. September 2026
Ein Bär am Morgen und riesige Bäume
Schon am Morgen sahen wir einen Schwarzbären. Danach ging es in den Wald: Cathedral Grove beeindruckte uns mit mächtigen Stämmen, umgestürzten Bäumen und großen Wurzeltellern. Neben solchen Bäumen fühlt man sich ziemlich klein. Auch die Little Qualicum Falls gehörten zu unserem Tag. In Nanaimo spazierten wir am Maffeo Sutton Park und am Hafen entlang. Abends waren wir wieder in Port Alberni – mit einer Menge Eindrücken von Wald, Wasser und Tieren.

22. September 2026
Coombs, Sooke und Duncan
In Coombs schauten wir beim Old Country Market vorbei, bekannt für die Ziegen auf dem Dach. Danach führte unsere Route nach Sooke. Museum und Besucherzentrum boten eine Abwechslung zu den vielen Naturstopps. Auf dem Boardwalk trafen wir auf Menschen beim Krabbenfischen und genossen den Blick aufs Wasser. Den Tagesabschluss bildete Duncan mit seinen Totempfählen. Wieder ein Tag, an dem jeder Stopp eine ganz andere Seite der Insel zeigte.

23. September 2026
Ein Wiedersehen mit der Queen Elizabeth
Mit der Fähre ging es von Victoria nach Port Angeles. Dabei entdeckten wir tatsächlich noch einmal die Queen Elizabeth im Hafen – genau eine Woche nach unserem Landgang mit den Orcas. Ein schönes Wiedersehen! Nach der Einreise in die USA fuhren wir zur Hurricane Ridge. Zwischen Wolken und Bergen eröffneten sich immer wieder neue Ausblicke. Unterwegs überquerte sogar ein Bär die Straße. Später machten wir am Dungeness Spit Halt und beendeten den Tag mit mexikanischem Essen. In Sequim bezogen wir unsere Unterkunft für zwei Nächte.


24. September 2026
Lake Crescent und der moosige Hoh Rain Forest
Am Lake Crescent begannen wir unseren Tag am Wasser. Danach tauchten wir im Hoh Rain Forest in eine völlig andere Welt ein: Moose hingen von den Ästen, der Wald wirkte still und fast märchenhaft. Ein bisschen Regen passte durchaus dazu. Später versuchten wir an der Hurricane Ridge noch einmal unser Glück mit der Aussicht. Ganz über die Wolken kamen wir nicht, aber die wechselnden Stimmungen hatten ihren eigenen Reiz. Eine Hirschfamilie am Straßenrand gehörte ebenfalls zu diesem Tag. Zum Abendessen ging es ins Black Bear Diner.

25. September 2026
Ocean Shores – vom Regen an den Strand
Auf der Fahrt von Sequim nach Ocean Shores begleiteten uns Regen und stürmisches Wetter. In Aberdeen legten wir einen Einkaufsstopp ein und entdeckten bereits Weihnachtsdekoration. Später hörte der Regen auf, und wir konnten mit dem Mietwagen an den Strand fahren. Am Damon Point beobachteten wir Vögel, darunter Pelikane und Kormorane. Zum Abend wurde es besonders schön: Das Licht über dem Meer und der Sonnenuntergang entschädigten uns für den grauen Start.

26. September 2026
Vögel, Waldwege und ein rosa Abendhimmel
Im Grays Harbor National Wildlife Refuge spazierten wir über Wege und Stege durch Wald und Küstenlandschaft. Wir beobachteten die Vögel am Wasser und genossen die Ruhe. In Aberdeen stärkten wir uns im Diner und schauten uns einige ältere Häuser an. Am Abend zog es uns wieder ans Meer. Der Himmel färbte sich in kräftigen Rosa- und Orangetönen. Dafür brauchte es kein großes Programm: stehen bleiben, schauen und den Moment genießen.

27. September 2026
Auf der US 101 nach Oregon
Heute ging es entlang der Küste von Ocean Shores nach Florence. Am Willkommensschild war klar: Wir waren in Oregon angekommen. Unterwegs hielten wir bei Fort Clatsop und an mehreren Aussichtspunkten. In Newport hatten die Seelöwen ihren großen Auftritt. Dicht an dicht lagen sie am Hafen, mit der Brücke im Hintergrund. Auch ein Blick auf den Heceta Head Lighthouse gehörte dazu. Florence erreichten wir bei Sonnenschein; im Bistro ließen wir den Tag ausklingen.


28. September 2026
Höhle, Hobbit Trail und Florence
Zunächst versuchten wir uns an den Dünen – allerdings ohne bis ganz oben zu kommen. Bei den Sea Lion Caves brachte uns ein Aufzug hinunter in die Höhle. Seelöwen sahen wir dort an diesem Tag nicht; an den Klippen draußen war mehr los. Danach ging es zum Heceta Head und auf den Hobbit Trail. Der Weg führte durch den Wald zum Strand. In Old Town Florence bummelten wir am Fluss entlang, aßen etwas und machten noch einen Fotostopp am Pavillon. Ein schöner, ruhiger Abschluss unserer Tage an der Küste.


29. September 2026
Mount Hood mit Wolkenhut
Von Florence führte uns die Fahrt über Eugene und Sandy zum Mount Hood. Oben war es deutlich kühler und windiger als an der Küste. Dafür präsentierte sich der Berg mit einer auffälligen Wolkenhaube. In Government Camp schauten wir im Besucherzentrum vorbei und entdeckten auch eine alte Darstellung des Skiway, eines Seilbahn-Busses. Unser Hotel lag außerhalb von Portland im Grünen. Abends gehörten noch ein Dinerbesuch und ein Bummel durch die Mall dazu. Die Weihnachtsangebote waren inzwischen kaum zu übersehen.

30. September 2026
Mount St. Helens und spiegelglatte Seen
Unser erster Stopp war das Besucherzentrum am Mount St. Helens. Die Wolken gaben nach und nach den Blick auf den Berg frei. Seine Silhouette erinnerte uns an einen beschädigten Backenzahn – da musste wohl der Zahnarzt ran! Später erkundeten wir weitere Aussichtspunkte und fuhren über schmale Waldstraßen Richtung Bear Meadows. Zwischen den Bergen lagen ruhige Seen, in denen sich die Landschaft spiegelte. Nach Küste und Hafenstädten tat diese stille Bergwelt besonders gut.


1. Oktober 2026
Mount Rainier – Gletscher und Herbstfarben
Nach einem weiteren Blick auf den Mount St. Helens ging es zum Mount Rainier. Wir fuhren über den Nisqually-Eingang hinein und hielten immer wieder zum Fotografieren an. Nach einer Pause am Henry M. Jackson Visitor Center spazierten wir zu den Myrtle Falls. Zwischen den dunklen Nadelbäumen leuchteten die Sträucher rot und gelb. Die Weiterfahrt über Stevens Canyon wurde durch einen unerwarteten Umweg länger als gedacht. Richtung Wenatchee wechselte die Landschaft deutlich: trockener, offener, mit Obstplantagen. Am Abend stand schon das Kofferpacken an.



2. Oktober 2026
Leavenworth und Abschied vom Nordwesten
Vor der Rückfahrt nach Seattle machten wir noch Halt in Leavenworth. Fachwerkfassaden, Balkone und herbstliche Dekoration verliehen dem Ort einen ungewohnt bayerischen Eindruck – mitten in Washington. Wir spazierten durch die Straßen und ans Wasser. Danach ging es durch die Kaskaden Richtung Seattle-Tacoma. Mietwagen zurückgeben, Gepäck aufgeben und zum Gate: Unsere Reise war zu Ende. Im Kopf reisten Gletscher, Orcas, Wälder, Küsten und Herbstfarben noch lange weiter.
